Noch ein Blog, den keiner braucht …

2 Feb

… und warum ich es trotzdem mache

Ich habe mich entschlossen einen Blog zu führen. Wie genau, das wird sich noch heraus stellen, aber auf einen Zettel habe ich geschrieben: „Einfach mal machen! Nicht nur drüber reflektieren beim Laufen, in der Sonne oder im Café sitzen.“

Aber warum? Schließlich gibt es schon mehr Einlassungen zu jedem erdenklichen Thema, als man braucht. Die meisten davon mit einem höheren Erkenntnisgewinn, als ich es könnte. Die Gründe fangen schon mal damit an, dass ich die Gedanken, die sich zu allen möglichen Themen in meinem Kopf drehen, festhalten möchte. Das ist keine neue Idee, das Mittel dazu altbekannt und es gibt nicht wirklich einen Grund die Öffentlichkeit damit zu belästigen.

Einen Blog zu schreiben, ist wie ein öffentliches Tagebuch zu führen. Im Gegensatz zu einem Tagebuch, hat ein Blog für mich jedoch etwas Motivierendes. Das ist mit meinem Insta-Account genauso. Es fällt mir leichter bei Schmuddelwetter raus zu gehen zum Laufen, wenn ich es öffentlich dokumentiere.

Und hier kommt noch ein Hintergedanke ins Spiel: Ein Blog ist ganz nebenbei auch eine Gelegenheit Werbung für mich zu machen, mich darzustellen, aktuelle Proben meiner Arbeit zu präsentieren und darüber Auftraggeber für mich zu interessieren. Gleichzeitig übe ich mit einem Blog auch das Schreiben ansich. Wie beim Laufen geht es auch hier darum im Training zu bleiben.

Viele Themen, Interessen, Ansichten, Dinge, die ich bewältigt habe und nicht zuletzt die eigene Haltung, werden in Lebensläufen und Anschreiben nicht wirklich deutlich. Ein Blog kann das sichtbar machen. Klar, wer soll das alles lesen? Aber geht es wirklich darum? Geht es letztendlich nicht darum seine eigenen Gedanken zu sortieren, sich über bestimmte Dinge im Klaren zu werden?

Zusätzlich hat das Schreiben etwas Reinigendes. Es fördert die intensive Auseinandersetzung. Auf der Suche nach Formulierungen, nach Wegen sich präzise und knapp auszudrücken wird das Thema näher untersucht, hinterfragt. Es wird klarer. Nur der Zeitfaktor ist ein Problem. Kurze, prägnante Texte brauchen immer länger, als lange, zu Ausschweifungen neigende. Aber auch die haben durchaus ihren Reiz. Wir werden es sehen!

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